Das Risiko trägt der Bauunternehmer, nicht der Staat

Das Risiko trägt der Bauunternehmer, nicht der Staat Iris Glönkler

erschienen in Der Bauunternehmer, Jahrgang 14, Nr. 09, S. 6.

Auftragnehmer der öffentlichen Hand müssen Gewerke auf Baustelle bis zur Abnahme vor Schaden und Diebstahl schützen.

Eine Verpflichtung des Auftragnehmers zum Schutz des eigenen Gewerks ist im BGB nicht ausdrücklich geregelt. Der Auftragnehmer trägt jedoch bis zur Abnahme das Risiko von Beschädigungen an den eigenen Leistungen. Im Bauablauf kommt es oftmals zu Beschädigungen durch gleichzeitig an anderen Gewerken tätige Unternehmer. Spätestens dann, wenn der Auftraggeber das Werk abnehmen möchte und Beschädigungen feststellt, ist zu klären, ob und in welchem Umfang er den Auftragnehmer in Anspruch nehmen kann.