Wohnungseigentum – (Kein) Schadensersatz bei Sanierungsbeschlüssen gegen den Verwalter!

Wohnungseigentum – (Kein) Schadensersatz bei Sanierungsbeschlüssen gegen den Verwalter! Julian Stahl

Werkstattbeitrag

  1. Wer als Wohnungseigentümer einen Anwalt beauftragt, um den Verwalter zur zügigen Umsetzung gefasster Instandsetzungsbeschlüsse zu veranlassen, hat nur dann Ansprüche auf Kostenersatz gegen den Verwalter, wenn sich  dieser im Verzug befindet.
  2. Vor Umsetzung eines Instandsetzungsbeschlusses muss die Finanzierung gesichert sein.
  3. Entstehen aufgrund schuldhafter Untätigkeit des Verwalters Sachschäden am Sondereigentum, sind unter dem Gesichtspunkt des Vertrags mit Schutzwirkung für Dritte auch Ersatzansprüche des einzelnen Sondereigentümers denkbar.
  4. Die Notgeschäftsführung eines Wohnungseigentümers begründet gegebenenfalls Ersatzansprüche gegen den Verband, nicht jedoch gegen den Verwalter.

LG Hamburg, Beschluss vom 15.02.2018 - 318 S 76/16

BGB §§ 280, 675, 823 Abs. 1; WEG §§ 21, 26

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