Keine Nachtragsansprüche des Subunternehmers gegen den Bauherrn!

Keine Nachtragsansprüche des Subunternehmers gegen den Bauherrn! Dr. Michael T. Stoll

Bau- und Immobilienrecht
(IBR 2010, 1072)

1. Vergütungsansprüche des Subunternehmers gegen den Bauherrn wegen Nachträgen können sich nur aus einem gesondert abgeschlossenen Werkvertrag zwischen Bauherrn und Subunternehmer ergeben.
2. Haben die Parteien eines Bauvertrags detaillierte Regelungen zur Berücksichtigung von Mehr- oder Minderleistungen getroffen, so spricht dies gegen eine direkte Beauftragung des Subunternehmers durch den Bauherrn mit der Ausführung von Nachtragsleistungen.
3. Der Subunternehmer kann sich auch nicht auf die Grundsätze der Geschäftsführung ohne Auftrag berufen, da eine “Aufstörung” des Vertragsverhältnisses bei Nachträgen nicht angezeigt ist.

LG Landshut, Urteil vom 02.04.2009 – 74 O 3306/07

BGB §§ 133, 311, 631, 632, 677, 812